Das Architekten- und Designer-Ehepaar Jacques und Jacqueline Groag: zwei vergessene Künstler der Wiener Moderne
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Resumen
Das Archltekten- und Designer-Ehepaar Groag (Abb 1) zählt zu den zahlreichen Kunstlern, die im Wien der Zwischenkriegszeit gewirkt haben und trotz Ihres maßgeblichen Anteils am Kunst- und Kulturleben dieser Jahre heute weitgehend vergessen sind. Dem Umfeld von Adolf Loos, Josef Hoffmann und Josef Frank angehörend, zählen sie zu den Vertretern einer kleinen Avantgarde, die Wien auch nach dem Ersten Weltkrieg, als der Status einer Reichsmetropole bereits verloren gegangen war, nicht In die Provinzialität gleiten ließen. Im Spannungsfeld eines zunehmend restriktiver werdenden Kulturklimas war es insbesondere diese Gruppierung, die die Kontakte zur internationalen Moderne aufrecht hielt. Erst die Vertreibung dieser uberwiegend jüdischen Künstler und Intellektuellen 1938 beendete diese Periode - ein Schicksal, das auch das Ehepaar Groag teilt In diesem Sinne ist das tragische Leben von Jacques Groag und seiner Frau Hilde Blumberger (die sich erst später JacqueIlne Groag nannte), nicht zuletzt auch als ein Tell der österreich Ischen Geschichte anzusehen, bedeutet doch die Beraubung und die physische Vernichtung der österreich ischen Juden zum Tell auch die Auslöschung der eigenen kulturellen Identität.
